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Vor zwei Jahren gelang der Sängerin und Songwriterin mit Black Diamond, ihrem Debütalbum, weltweit der Durchbruch. Inzwischen gilt Angie Stone längst als Aushängeschild des New-Soul. Dieser Rolle wird sie mit einem guten Dutzend erstklassiger Songs auch auf ihrem zweiten Longplayer mehr als gerecht. Unterstützt von der Crème der amerikanischen HipHop-, Soul- und R&B-Produzenten, darunter Namen wie Raphael Saadiq, Ali Shaheed Muhammad, Warryn Campbell, Gerald Isaac und Rufus Blaq, eilt sie von einem Höhepunkt zum nächsten. Besonders herausheben sollte man vor allem drei Songs: die erste Singleauskoplung "Brotha", eine Verbeugung vor ihren schwarzen Brüdern und Schwestern, die Dank ihres Einsatzes in den letzten 50 Jahren einschneidende Veränderungen in der Musik-Industrie und amerikanischen Politik bewirkten; das selbstbewusste feministische Statement "More Than A Woman", eine bezaubernde, mit unwiderstehlichen Harmonien veredelte Ballade sowie das mit Hilfe von Musiq Soulchild eingespielte "The Ingridient". Bei dieser kraftvoll intonierten Midtempo-Nummer wird noch einmal deutlich, über welche außergewöhnlichen stimmlichen Fähigkeiten Angie Stone verfügt. --Norbert Schiegl
Die "First Lady Of Neo-Soul" meldet sich drei Jahre nach nach dem 2001 veröffentlichten Album Mahogany Soul mit einer ebenso abgeklärten wie inspirierenden Song-Kollektion zurück. Und wie immer dreht sich auch auf ihrem dritten Longplayer Stone Love alles um die Liebe. In allen denkbaren Fassetten beleuchtet Angie Stone in den 16 Tracks das ewige Auf und Ab der Gefühle, das natürlich auch in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt -- siehe den von Missy Elliott produzierten Song "U-Haul", in dem sie ihre unglückliche Beziehung zu Sänger D'Angelo thematisiert.
Wie alle großen Sängerinnen des Soul, von Aretha Franklin über Gladys Knight bis hin zu Betty Wright, mit der sie auf "That Kind Of Love" herzerweichend im Duett singt, verfügt Angie Stone über eine Stimme, die selbst aus durchschnittlichem Material noch das Optimum herausholt. Durchschnittliche Songs sind auf Stone Love wie gewohnt deutlich in der Minderheit. Zusammen mit ihren Produzenten Jonathan Richmond, Jazze Pha, Warryn Campbell und Rufus Blaq lässt die Sängerin nicht das Geringste anbrennen und präsentiert sich in Stücken wie "Lovers' Ghetto" und dem mithilfe von Snoop Dogg eingespielten "I Wanna Thank Ya" in bestechender Form.
Absoluter Höhepunkt des Albums aber ist ihre Zusammenarbeit mit dem von ihr über die Maßen geschätzten Anthony Hamilton. Gemeinsam zaubern die beiden mit "Stay For A While" eine Soul-Hymne der Extraklasse aus dem Ärmel, die auch zehn Jahre später noch Bestand haben wird. Mit Stone Love ist Angie Stone der Konkurrenz jedenfalls wieder einmal weit voraus. So muss Soul-Musik des 21. Jahrhunderts klingen, die gleichzeitig nach vorne blickt und dabei ihre Wurzeln nicht vernachlässigt. --Norbert Schiegl
Dem so genannten Neo-Soul Sound wurde große Aufmerksamkeit gewidmet, meistens konzentrierte sich dieses Interesse jedoch auf männliche Künstler. Aber wie kommt es, dass die besten Platten von Frauen gemacht werden? Man hört eine Umdrehung des Solo-Debüts von Angie Stone, der früheren Leadsängerin von Vertical Hold und schon ist klar, dass man einer ausgewachsenen Frau zuhört und nicht irgendeinem Kid mit funkelnden Augen, das von einem oder auch drei Produzenten herumgeschubst wird. Nein, diese tief empfundene Stimmung und diese lässige, sexy Ausstrahlung von Black Diamond sind Dinge, die nur entstehen können, wenn du schon eine Weile auf dieser Welt herumläufst. Wie Macy Gray bei "How Life Is" und N'dea Davenports sträflich ignorierter und nach ihr benannter CD, ist dies ein wundersamer Sound, den eine Frau hinkriegt, wenn sie in Freiheit ihre eigene Musik schaffen kann, dabei aber klug genug ist, auch ein Durchschnittspublikum zufrieden zu stellen. Bei Tracks wie dem rauchigen "Green Grass Vapors" und "Everyday" beschwört Stone mit ihrer vollen, an Gladys Knight erinnernden Stimme und dem Schwung ihres Fingerschnippens die Vergangenheit des Soul herauf, ohne sich selbst von dieser Tradition einengen zu lassen. Es ist keine Überraschung, wenn Stone, eine der Schlüsselfiguren von D'Angelos "Brown Sugar" einen zurückhaltenden, flüssigen Rhythmus vorlegt. Vielmehr zieht ihre klare Stimme und ihr ausgefallener Umgang mit einer Melodie die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich und lassen ihn aufhorchen. --Amy Linden
Dem so genannten Neo-Soul Sound wurde große Aufmerksamkeit gewidmet, meistens konzentrierte sich dieses Interesse jedoch auf männliche Künstler. Aber wie kommt es, dass die besten Platten von Frauen gemacht werden? Man hört eine Umdrehung des Solo-Debüts von Angie Stone, der früheren Leadsängerin von Vertical Hold und schon ist klar, dass man einer ausgewachsenen Frau zuhört und nicht irgendeinem Kid mit funkelnden Augen, das von einem oder auch drei Produzenten herumgeschubst wird. Nein, diese tief empfundene Stimmung und diese lässige, sexy Ausstrahlung von Black Diamond sind Dinge, die nur entstehen können, wenn du schon eine Weile auf dieser Welt herumläufst. Wie Macy Gray bei "How Life Is" und N'dea Davenports sträflich ignorierter und nach ihr benannter CD, ist dies ein wundersamer Sound, den eine Frau hinkriegt, wenn sie in Freiheit ihre eigene Musik schaffen kann, dabei aber klug genug ist, auch ein Durchschnittspublikum zufrieden zu stellen. Bei Tracks wie dem rauchigen "Green Grass Vapors" und "Everyday" beschwört Stone mit ihrer vollen, an Gladys Knight erinnernden Stimme und dem Schwung ihres Fingerschnippens die Vergangenheit des Soul herauf, ohne sich selbst von dieser Tradition einengen zu lassen. Es ist keine Überraschung, wenn Stone, eine der Schlüsselfiguren von D'Angelos "Brown Sugar" einen zurückhaltenden, flüssigen Rhythmus vorlegt. Vielmehr zieht ihre klare Stimme und ihr ausgefallener Umgang mit einer Melodie die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf sich und lassen ihn aufhorchen. --Amy Linden