Rilo Kiley : Releases >>

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Under the Blacklight  >>

Seit 2004 mit More Adventurous die letzte Platte ihrer Band erschien, hat Jenny Lewis, die Frontfrau von Rilo Kiley, ihren Bekanntheitsgrad als ehemalige Kinderschauspielerin und heutiger Popstar noch gesteigert: Ihr charismatisches Soloalbum Rabbit Fur Coat war eine der besten Veröffentlichungen des Jahres 2006. Wer aber befürchtet hat, die Sängerin hätte ihre langjährigen Mitstreiter endgültig verlassen, den dürfte diese schwungvolle, satt produzierte Songkollektion sofort beruhigen. Gleich vier Stücke klingen wie geschaffen fürs Mainstream-Radio. Der Opener "Silver Lining" lebt von George Harrisons "My Sweet Lord"-Riff und aufmunterndem Händeklatschen; in dem darauf folgenden "Close Call", dessen schöne Melodie über die düsteren Andeutungen im Text hinweghilft, wirkt Lewis richtiggehend ausgelassen. Das beschwingte "Breaking Up" mit dem sonnigen Refrain "feels good to be free" wiederum ist eine derart perfekte Vertonung kalifornischen Strandlebens, dass ein Einsatz in einem Softdrink-Werbespot zu enormer Absatzsteigerung führen dürfte. Ihre besten Gesangsleistungen hat sich Lewis allerdings für drei Stücke gegen Ende des Albums aufgehoben: Soul à la Dusty Springfield ("15"), Powerpop für die Tanzfläche ("Smoke Detector") und Folk zum Dahinschmelzen ("The Angels Hung Around"). Musste die Band erst eine Zeit lang von ihrem guten Geist getrennt leben, um ihre beste Platte machen zu können? Die Frage ist müßig, die Musik brillant. --Scott Holter

Take Offs and Landings  >>

The Execution of All Things  >>

Mit ihrem zweiten Album The Execution Of All Things haben Rilo Kiley aus Los Angeles ihre musikalische Heimat in Omaha beim Saddle Creek Label gefunden. Anders als bei vielen Labelmates allerdings ist bei den Zugereisten oberflächlich betrachtet fast alles eitel Sonnenschein. Abwechslungsreichen, oft zuckersüßen, handgemachten Pop, dominiert von peppigen Gitarren, schrägen Keyboards und der schmeichelhaften Stimme der nebenbei Bass spielenden Jenny Lewis beschert uns das Album.

Unter all dieser Süßigkeit könnte die kluge Sinnsuche der Texte beinahe zur Nebensache verkommen, wäre nicht die bemerkenswerte Eindringlichkeit des Vortrages. Ein Album, das von vorneherein gefällt und mit jedem Durchgang an Tiefe gewinnt -- diese Kombination ist selten. So überrascht es kaum, dass sich Bright Eyes/Desaparedicos Kopf Connor Oberst, sowie Tim Kasher, Tonangeber von Cursive und The Good Life, in das Projekt einbrachten. Eigenständig ist The Execution Of All Things dennoch, schön außerdem, ohne eine Sekunde kitschig zu wirken. --Felix von Vietsch

More Adventurous  >>

Machen sie nun Alternative-Country-Rock oder eher alternativen Schmuserock? Diese Frage drängte sich auf, als 2002 The Execution of Things erschien. Die Antwort gibt jetzt More Adventurous, die erste Platte von Rilo Kiley, hinter der ein großes Label steht. Hört man auf potenziellen Indie-Hymnen wie "Portions for Foxes" Jenny Lewis' engelsartigen Gesang in Verbindung mit Blake Sennetts jaulender Gitarre, dann wird klar, dass das Quartett aus Los Angeles auf dem bestem Weg dazu ist, sich vom Underground zu befreien. Schon der Opener "It's a Hit", ein melodischer Ohrwurm, deutet an, dass diese elf Popsongs vor allem von Jenny Lewis leben (Sennett, dessen Stimme ebenfalls hörenswert ist, singt nur die akustische Lo-Fi-Nummer "Ripchord"): Lewis' charismatisch kesse Ausstrahlung prägt das gesamte Album, von den rockigen Stücken ("Love and War") über Balladen ("Absence of God") und Pop ("Accidntel Deth") bis hin zu Soul à la Dusty Springfield ("I Never"). Das Album ist zwar vergleichsweise glatt produziert, doch das tut dem unkomplizierten Charme dieser Band keinen Abbruch, die spürbar stolz auf ihre Weiterentwicklung ist. --Scott Holter

Execution of All Things [Vinyl LP]  >>

Portions for Foxes  >>

The Execution of All Things-Single  >>

Under the Black Light [Vinyl LP]  >>

Execution of All Things  >>

More Adventurous  >>