Portishead : Releases >>

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Third  >>

THIRD

Portishead  >>

Wie überbietet man ein Debut, das weltweit stilprägend, einmalig und nahezu zeitlos ist? Gar nicht! Obwohl die streng limitierte Vorab-Single "Cowboys" große Erwartungen weckte, blieben Beth Gibbons, Geoff Barrow, Adrian Utley und Dave McDonald mit ihrem zweiten Album hinter „Dummy“ zurück.

Zu sehr haben sie sich auf die eine, düstere, filmmusikalische Facette ihrer Musik konzentriert. Lediglich ein Track entspricht noch dem einst untrennbar mit Portishead verbundenen Begriff Trip Hop, nämlich „Only You“ mit dem schönen Henry Mancini-Sample. Ansonsten täuschen großartige, kratzende Sounds und Beth Gibbons' signifikante (diesmal leider fast nur noch jammernde) Stimme nicht darüber hinweg, daß dem Album ein paar Song-Ideen mehr wirklich gut getan hätten. Christian Arndt

Dummy  >>

Aus der Zusammenarbeit des "Studio-Gottes" Geoff Barrow und der Sängerin Beth Gibbons entstand Dummy -- zur selben Zeit wie ein kurzer Film Noir mit dem Titel To Kill A Dead Man. Die selbe düstere, qualvolle und wild-melodramatische Stimmung durchdringt auch dieses Album. "Sour Times" (der Hit in dem Gibbons wieder und wieder "nobody loves me, it`s true" weint) und das noch gespenstischere "Glory Box" bilden die Stützen dieses Albums und bestimmen seinen Sound. Düstere Klangbilder erinnern an alte Soul- und Filmmusik, dazu entmenschlichtes, hohes Piepen und eine Beth Gibbons, die schmachtend einen Gefühlsausbruch nach dem anderen erleidet. Dazu das stete Pulsieren von Bass und Beats. Dieses langsame Stoßen und Knarzen ist ein Stilmittel, das seinen Ursprung in der Szene von Bristol hat. Eine Szene, aus der auch Barrows frühere Kollegen von Massive Attack stammen. --Douglas Wolk

Roseland NYC Live  >>

PNYC

Third [Vinyl LP]  >>

Als Portishead aus dem gleichnamigen Vorort von Bristol 1991 an den Start gingen, existierte der Begriff TripHop noch gar nicht. Bis auf Massive Attack oder Kruder & Dorfmeister sorgte keine Band für eine derartige Euphorie wie Portishead. Viele, viele Jahre später liegt das Genre im Hospiz, ihre einstigen Protagonisten aber zeigen sich auf Third nach 10-jähriger Abstinenz quicklebendig. Was soll man zu Third sagen? Sensationelles Comeback, famoses drittes Studioalbum, Befreiungsschlag? Trifft alles zu, vor allem aber begeht das englische Trio nicht den Fehler, überambitioniert zu klingen oder den Meilenstein Dummy zu kopieren, woran sie ja schon einmal scheiterten. Das Wundersame und Faszinierende an diesem immer aufregenden, düsteren Album ist, wie Sängerin Beth Gibbons sich mit herzzerreißendem, bedrückenden Gesang Platz macht in den fertig vorgelegten, mal vertrackten, mal grimmigen, mal pulsierenden Kompositionen von Soundtüftler Geoff Barrow. Inspiriert und beeinflusst wurde er wieder von Krautrock oder Filmmusik, aber neu sind die Querverweise an Pioniere wie die Silver Apples oder Pierre Henry, und neu ist auch dieses auf Können basierte Selbstbewusstsein musikalische Wagnisse einzugehen, keine Kontraste zu scheuen. „Silence“ ist alles andere als Ruhe, ist Rhythmik pur und endet einfach abrupt. In „Hunter“ kollidieren Störgeräusche mit zartem Folk, „Nylon Smile“ ist hypnotisch wie ein Can-Stück, und wie Beth Gibbons sich in dem absoluten Killer-Track „We Carry On“ mit geisterhafte Stimme Gehör verschafft, packend! Dann ist da noch die Singleauskopplung Machine Gun, angetrieben von geschredderten, unwiderstehlichen Beats. Die Pop-Saison 2008 kann mit Third ein Werk ohne Radio-Ohrwurm aber elf großen Hits bestauen. -- Sven Niechziol

Dummy  >>

Aus der Zusammenarbeit des "Studio-Gottes" Geoff Barrow und der Sängerin Beth Gibbons entstand Dummy -- zur selben Zeit wie ein kurzer Film Noir mit dem Titel To Kill A Dead Man. Die selbe düstere, qualvolle und wild-melodramatische Stimmung durchdringt auch dieses Album. "Sour Times" (der Hit in dem Gibbons wieder und wieder "nobody loves me, it`s true" weint) und das noch gespenstischere "Glory Box" bilden die Stützen dieses Albums und bestimmen seinen Sound. Düstere Klangbilder erinnern an alte Soul- und Filmmusik, dazu entmenschlichtes, hohes Piepen und eine Beth Gibbons, die schmachtend einen Gefühlsausbruch nach dem anderen erleidet. Dazu das stete Pulsieren von Bass und Beats. Dieses langsame Stoßen und Knarzen ist ein Stilmittel, das seinen Ursprung in der Szene von Bristol hat. Eine Szene, aus der auch Barrows frühere Kollegen von Massive Attack stammen. --Douglas Wolk

Glorytimes  >>

GLORYTIMES

The Rip [Vinyl Single]  >>

Portishead [Vinyl LP]  >>

Wie überbietet man ein Debut, das weltweit stilprägend, einmalig und nahezu zeitlos ist? Gar nicht! Obwohl die streng limitierte Vorab-Single "Cowboys" große Erwartungen weckte, blieben Beth Gibbons, Geoff Barrow, Adrian Utley und Dave McDonald mit ihrem zweiten Album hinter „Dummy“ zurück.

Zu sehr haben sie sich auf die eine, düstere, filmmusikalische Facette ihrer Musik konzentriert. Lediglich ein Track entspricht noch dem einst untrennbar mit Portishead verbundenen Begriff Trip Hop, nämlich „Only You“ mit dem schönen Henry Mancini-Sample. Ansonsten täuschen großartige, kratzende Sounds und Beth Gibbons' signifikante (diesmal leider fast nur noch jammernde) Stimme nicht darüber hinweg, daß dem Album ein paar Song-Ideen mehr wirklich gut getan hätten. Christian Arndt