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Wenn Bluesmann und Weltmusiker Taj Mahal live auftritt, tut er sich gerne den Gefallen, die Songs zu spielen, die ihm selber während der vielen Jahre seiner Karriere ans Herz gewachsen sind. Bei dem Konzertmitschnitt in Los Angeles hatte er seine komplette Band einschließlich der Texacali Horns auf der Bühne. Folglich beginnt er mit dem alten R&B-Instrumental "Honky Tonk", lässt Gitarre und Hörner ordentlich loslegen, zelebriert Songs aus seinen ersten Alben, kokettiert auf "Ain't That A Lot Of Love" mit bekannten, hinreißenden Soul-Riffs. Dann kommt natürlich Schunkellaune auf, denn Taj schnuppert in der Trickkiste des Country Blues, fügt das Gefundene mit seiner Band zu feinstem Soul zusammen. Da jubelt die Mundharmonika. Mit jazzy arrangiertem Stoff wie dem "Stranger"-Thema von Percy Mayfield, mit klassischem Rock'N'Roll, Blues mit einem Schuss Hula und am Ende noch einem Auftritt in Sachen gepflegtem Latin-Sound ist Taj Mahal mit Shoutin' In Key ganz auf Nummer sicher: Ein Album mit Gutem-Laune-Faktor, zwar nicht so innovativ wie der Vorläufer Kulanjan, aber eine Erholungspause mit verdienter Retrospektive, zumal eine Rückschau wie diese bisher nicht von Taj geliefert worden war. --Uli Lemke