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Bis jetzt war noch jede Platte des Duos aus Sheffield ein besonderes Erlebnis. Statues stellt, wie bereits der Vorgänger Things To Make And Do, keine Ausnahme dar. Roisin Murphy und Mark Brydon ist es auch diesmal wieder gelungen, mit tatkräftiger Unterstützung von Arrangeur Eddie Stevens und Perkussionist Paul Slowley, jede Ermüdungserscheinung zu vermeiden. Es gibt nicht viele Bands, denen es über die Jahre so konsequent gelungen ist, ihren Sound weiter zu entwickeln, ohne dabei an Dynamik und Kraft zu verlieren.
Moloko zeigen auf den zehn neuen Songs, angeführt von der gewohnt lässig inszenierten Dancepop-Hymne "Familiar Feelings", das mit ihnen immer noch zu rechnen ist. Keine Spur von lähmender Routine oder ähnlichen Dingen, die oft schon nach dem zweiten Album jede Kreativität im Keim ersticken. Moloko scheinen dagegen immun zu sein, was sie mit wundervollen Songs wie "Cannot Contain This" und dem mit geschmackvollen Streicherklängen veredelten "Over & Over" wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Ein weiterer, unschätzbarer Pluspunkt ist natürlich weiterhin Roisin Murphys begnadete Stimme, mit der sie den Stücken jenen speziellen Drive verleiht, der es nach wie vor einfach macht, Moloko von Hunderten ähnlich klingender Bands mühelos zu unterscheiden. Dazu tragen auch exzellente Stücke wie das mit hypnotischem Groove glänzende "Forever More" oder der mit zahlreichen Brüchen versehene, todtraurige Titelsong "Statues" bei. --Norbert Schiegl
Zwei Jahre nach I Am Not A Doctor präsentiert die ungewöhnliche Formation aus Sheffield ihr drittes Album. 18 vielschichtige Songs zwischen Pop, Funk, Blues und Elektronik. Sängerin Roisin Murphy und Produzent Mark Brydon haben mit Hilfe von Schlagzeuger Paul Slowley und Keyboarder Eddie Stevens ihr Klangsprektrum noch einmal entscheidend erweitert und begeistern in Stücken wie "A Drop In The Ocean" und "Dumb Inc." mit einer erfrischend unkonventionellen Mixtur aus schrägen Beats, relaxten Grooves und jeder Menge bezaubernder Melodien. Es ist nach wie vor unmöglich, Moloko stilistisch festzulegen. Die Band pendelt in Tracks wie "The Time Is Now", der ersten Single, dem eigenwillig vertrakten "Absent Minded Friends" und dem beschwingten "Somebody Somewhere" konsequent zwischen allen denkbaren Sounds und Rhythmen. Und als ob das nicht bereits genug ist, setzt das Quartett mit der abgedrehten Minioper "If You Have A Cross To Bear You May As Well Use It As A Crutch" noch einen drauf. Moloko erweisen sich auf Things To Make And Do erneut als Klangzauberer der besonderen Art, die vor keiner musikalischen Herausforderung zurückschrecken. --Norbert Schiegl
TripHop -- ein Stilbegriff, der zur Zeit als Moloko erstmals von sich reden machten schon in aller Munde war. Und wie das bei gerade Angesagtem eben immer so ist, wird alles, was nur annährend diesem Genre (wenn es denn jemals eines war) zuzurechnen ist, unverblümt und munter in einen Topf geworfen. Da klangen Tricky plötzlich wie Earthling, Portishead wie Visit Venus und Massive Attack wie -- na, genau -- Moloko. Doch letztere Formation um Sängerin Kelly hat weit mehr geschaffen als nur ein Album für den Sommer.
Do You Like My Tight Sweater wurde nicht nur schnell zur Lieblingsplatte in den deutschen Musikredaktionen, sondern feierte durch sein frisches, unbefangenes Outfit alsbald den Einzug in die Charts. Leider blieb es nur bei den englischen, aber die haben oftmals sowieso einen guten Riecher für das, was Wochen später hierzulande allerorten als Clubhit bezeichnet wird.
Apropos Clubhit. Mit diesem Prädikat verkaufen sich Platten scheinbar wirklich besser, auch wenn es "der Clubhit mit dem Dudelsack", "der Clubhit mit der Schiffströte" oder "der Clubhit mit dem unerträglichen Geplärre" ist. In diesem Falle kann man guten Gewissens behaupten, daß das Album in voller Länge "der Clubhit mit dem garantierten Spaßfaktor" ist. --Sascha Mennel
Mit ihrem genialen 95er-Debüt lieferten Mark Brydon und Roisin Murphy die wohl schrägste Trip-Hop-Definition überhaupt ab. Genauso philosophisch, funky und vertrackt klingt auch das neue Werk, es ist nur noch vielschichtiger. Inzwischen scheinen Moloko mehr mit den schalkhaften Elektronik-Spielchen von Devo oder Art of Noise im Sinn zu haben als mit den trippigen Hops von Massive Attack, Tricky oder Portishead. So gibt es zum eckigen Beat auch House-Grooves und relaxten P-Funk, jedoch weder billige Retro-Effekte noch reine Genre-Parodien. Seinen skurrilen Humor lebt das Paar in vollkommen eigenen Sphären aus. Dieses Album wird man in zehn Jahren noch als schräges Meisterwerk genießen. --Christian Arndt
Bis jetzt war noch jede Platte des Duos aus Sheffield ein besonderes Erlebnis. Statues stellt, wie bereits der Vorgänger Things To Make And Do, keine Ausnahme dar. Roisin Murphy und Mark Brydon ist es auch diesmal wieder gelungen, mit tatkräftiger Unterstützung von Arrangeur Eddie Stevens und Perkussionist Paul Slowley, jede Ermüdungserscheinung zu vermeiden. Es gibt nicht viele Bands, denen es über die Jahre so konsequent gelungen ist, ihren Sound weiter zu entwickeln, ohne dabei an Dynamik und Kraft zu verlieren.
Moloko zeigen auf den zehn neuen Songs, angeführt von der gewohnt lässig inszenierten Dancepop-Hymne "Familiar Feelings", das mit ihnen immer noch zu rechnen ist. Keine Spur von lähmender Routine oder ähnlichen Dingen, die oft schon nach dem zweiten Album jede Kreativität im Keim ersticken. Moloko scheinen dagegen immun zu sein, was sie mit wundervollen Songs wie "Cannot Contain This" und dem mit geschmackvollen Streicherklängen veredelten "Over & Over" wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Ein weiterer, unschätzbarer Pluspunkt ist natürlich weiterhin Roisin Murphys begnadete Stimme, mit der sie den Stücken jenen speziellen Drive verleiht, der es nach wie vor einfach macht, Moloko von Hunderten ähnlich klingender Bands mühelos zu unterscheiden. Dazu tragen auch exzellente Stücke wie das mit hypnotischem Groove glänzende "Forever More" oder der mit zahlreichen Brüchen versehene, todtraurige Titelsong "Statues" bei. --Norbert Schiegl