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Showgirl Homecoming Live, das ist ein Live-Fest für alle Kylie-Minogue-Fans, und zugleich ein fulminantes Comeback des unglaublichen Energiebündels nach schwerer Krebserkrankung. Der Mitschnitt ihrer Showgirl Homecoming Tour vom November 2006 in Australien, mit 29 Titeln, lässt keine Wünsche offen. Angefangen von den mitreissenden Arrangements der weniger bekannten Titel "Too Far" mit dramatischem Sirenengesang zum Schluss, dem bombastischen Dance-Rhythmen von "Cowboy Style" oder "Can't Get You Out Of My Head, bis hin zu dem mädchenhaft-verspielten, sinnlichen On A Night Like This und dem exotisch perkussiven Bollywood-Breitband-Spektakel Confide In Me. Die CD 1 hat noch weitere Höhepunkte zu bieten, das hinreissende Rock-Duett Kids mit Bono von U2, und das bislang unveröffentliche, ätherische "White Diamond" mit flirrendem Falsettgesang, entstanden mit den Scissor Sisters. Auf der CD 2 lädt die zierliche Australierin mit Songs wie Dreams vor allem zum Träumen oder zu nostalgischen Ausflügen mit Covers von Somewhere Over The Rainbow oder I Should Be So Lucky ein. Das alles eingebettet in die orchestrale Overtüre, die Beifallsstürme des Publikums und Kylies zauberhaften Ansagen vermittelt zumindest einen akustischen Eindruck der pompösen Shows des Showgirl, der Pop-Prinzessin par excellence. -- Ingeborg Schober
Was soll man da noch sagen? Diese Frau ist neben Madonna der Dauerbrenner im internationalen Popzirkus. 1987 in Australien mit dem Cover von The Locomotion den Grundstein ihrer Karriere gelegt, ist Kylie 14 Jahre später so angesagt wie nie zuvor. Die erste Single "Can't Get You Out Of My Head" ist die perfekte Fusion von Pop und Elektrobeats: bleibt einfach drin im Kopf! Starter des Albums ist jedoch das poppige "More More More", ebenfalls ein Ohrwurm allererster Güte. Housy Anleihen hat "Love At First Sight", bei der Kylies Vocals besonders gut klingen. "Fever" ist der an Madonna erinnernde Titeltrack -- keine billige Kopie, sondern eine starke und bestens gelungene Reminiszenz an die Heilige.
Betont funky und sehr zackig im Sound ist "Give It To Me", im Gegensatz zu "Fragile", der einzig wirklichen -- und wunderschönen -- Ballade auf Fever. Das im postmodernen Moroder Sound gehaltene "Come Into My World" hat den Groove eines Discoburners, gepaart mit den lasziven Zweideutigkeiten von Frau Minogue. In besagter Manier geht es weiter: "In Your Eyes" und "Dance Floor" haben satte Disco-Beats zu bieten -- oder war es doch nur Pop? Letzter Song des zwölf Tracks umfassenden Albums grooved in satter 70er-Jahre-Retromanier: "Burning Up" entlässt den Hörer mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. Wenn doch die ganze Welt so wäre, wie Fever! --Mark Hartmann
Kylie Minogue ist vermutlich die erfolgreichste Popsängerin der Neuzeit und hat Madonna mittlerweile weit hinter sich gelassen. Für alle Fans, die Kylie erst seit ihrem Comeback Album Light Years kennen, gibt es jetzt den Komplettüberblick ihrer Karriere auf zwei CDs. Die ersten 15 Tracks schauen zurück auf die Kylie-Anfangsjahre. Klingen die meisten Songs 15 Jahre nach Entstehung trashig-kultig, waren ihre damaligen Produzenten Stock, Aitken & Waterman damals Dauerabonnenten auf die Chartspitzen der Welt. "I Should Be So Lucky", "Got To Be Certain", "The Locomotion" und "Je Ne Sais Pas Pourquoi" sind Popdenkmäler einer ganzen Generation. Die späten Hymnen "Better The Devil You Know" und "Shocked" galten als Schlußpunkt der ersten Minogue´schen Bubblegum-Pop-Epoche. Schon Anfang der Neunziger als mäßig angesehen war ihre "Celebration" Coverversion, die sich der Vollständigkeit halber am Ende der ersten CD tummelt.
So finden sich die wunderschönen Popballaden ihres Karrieretiefs Mitte der Neunziger als Starter auf CD 2: "Confide In Me", "Put Yourself In My Place" und "Where The Wild Roses Grom mit Partner Nick Cave! Lasziv, sexy und atemberaubend zeigte sich Kylie mit "Spinning Around" zu Beginn des neuen Jahrtausends und machte das, was sie am besten konnte: Dancepop vom Allerfeinsten. "Kids" mit Robbie Williams fällt da musikalisch fast schon aus dem Rahmen, ansonsten gibt es mit "Can´t Get You Out Of My Head", "In Your Eyes", "Slow" und Kylies Lebensmotto "Your Disco Needs You" süße Zuckerwatte fürs Ohr am Stück! Mit dem von den Scissor Sisters produzierten "I Believe In You" setzt Kylie neue Impulse, auch wenn der Song direkt aus den 80ern stammen könnte. Der zweite neue Track "Giving You Up" steht dem in nichts nach: Kylie pur und so wie ihre Fans sie lieben! --Mark Hartmann
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