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Viel weiter im Norden als Lene Marlin kann man eigentlich gar nicht wohnen, was aber die erst 18jährige Newcomerin aus Tromso, Norwegen, hier auf ihre erste CD gezaubert hat, gefällt sicher auch in Mailand oder Stuttgart. Ihr Metier ist zarter Gitarren-Pop, den sie hier im Stile einer versierten Singer/Songwriterin präsentiert. Das Album hat sie selbst komponiert und die Titel ganz auf ihre fragile Stimme zugeschnitten. Typisch norwegisch ist dabei, daß sie kaum Platz für Vergleiche lässt, ist ihr doch als Neuling direkt ein eigenständiges Produkt gelungen. Hier und da hätte allerdings eine Portion Dynamik gut getan: Denn statt ordentlich abzurocken gibt sich Lene lieber nachdenklich, statt sich an stimmlichen Kapriolen zu versuchen erzählt sie lieber in Ruhe ihre Geschichten. Die handeln meist von ihrer Gedankenwelt und zwischenmenschlichen Beziehungen. So plätschert Playing my Game phasenweise so dahin, was von großem Selbstbewußtsein zeugt denn, na ja, es ist nun mal "ihr Spiel". --Wolfram Lumpe
Lene Marlin, die blonde Feenstimme aus Norwegen beschwört auf ihrem dritten Album Lost in a Moment vor allem die Achterbahn junger Liebesgefühle. Die junge Songwriterin vertraut auf ihr Talent, Intimes so zu verpacken, dass man sich persönlich angesprochen fühlt. Lene Marlin macht keinen Girlie- oder Jungmädchen-Pop, sondern folkorientierte, romantische bis melancholische Songs, denen sie auch hin und wieder einen kleinen, gut dosierten Schuss Rockgitarren beifügt.
Das klingt durchwegs zauberhaft, verspielt und ernsthaft. Elegisch kommt die Cello-Ballade Hope You're Happy daher, What If ist dank einem einprägsamen Refrain ein echter Ohrwurm. wie es der Norwegerin überhaupt gelingt, sehr melodische Chorsätze zu arrangieren. Am besten kommt ihre zarte Mädchenstimme nur zur Akustikgitarre auf When You Were Around zur Geltung, während sie auf Never To Know in diese molltönige Weltschmerzstimmung verfällt, die schon ihr letztes Album prägte. Ein Album für verliebte Sommerabende. -- Ingeborg Schober
1999 erregte die damals 19-jährige Sängerin aus Tromsö, die inzwischen ihren Wohnsitz nach Oslo verlegt hat, mit ihrem Deütalbum Playing My Game zum ersten Mal international Aufsehen. Auf ihrem zweiten Longplayer Another Day begeistert die Songwriterin aus Norwegen erneut mit einfühlsamen Texten und sanftmütigen Melodien.
Der Reifeprozess, den sie in den dazwischen liegenden vier Jahren vollzogen hat, ist unüberhörbar. Bereits der Opener, der Titelsong "Another Day", verfügt über all jene Qualitäten, die große Popmusik auszeichnen. Die ausdrucksstarke Stimme von Lene Marlin trägt außerdem dazu bei, dass dem Hörer die schwerelosen Gesangsharmonien bereits nach wenigen Minuten im Ohr haften bleiben. Besonders gelungen sind neben "You Weren't There", einer melodisch extrem reizvollen Midtempo-Nummer, vor allem das mit schwebenden Streicherklängen unterlegte "Fight Against The Hours".
Produzent Mike Hedges (The Cure, U2, Travis) hat Lene Marlin zu neuen Höchstleistungen animiert. Herausgekommen ist ein sehr nachdenkliches, trotz aller melancholischen Untertöne durchaus positives Pop-Album, dessen musikalische Substanz die Konkurrenz in diesem Genre weit überragt. Das wird vor allem bei Songs wie "Disguise", einer angenehm zurückhaltend arrangierten Pop-Hymne, und der im Zeitlupentempo dahinschleichenden Ballade "From This Day" deutlich. --Norbert Schiegl
Viel weiter im Norden als Lene Marlin kann man eigentlich gar nicht wohnen, was aber die erst 18jährige Newcomerin aus Tromso, Norwegen, hier auf ihre erste CD gezaubert hat, gefällt sicher auch in Mailand oder Stuttgart. Ihr Metier ist zarter Gitarren-Pop, den sie hier im Stile einer versierten Singer/Songwriterin präsentiert. Das Album hat sie selbst komponiert und die Titel ganz auf ihre fragile Stimme zugeschnitten. Typisch norwegisch ist dabei, daß sie kaum Platz für Vergleiche lässt, ist ihr doch als Neuling direkt ein eigenständiges Produkt gelungen. Hier und da hätte allerdings eine Portion Dynamik gut getan: Denn statt ordentlich abzurocken gibt sich Lene lieber nachdenklich, statt sich an stimmlichen Kapriolen zu versuchen erzählt sie lieber in Ruhe ihre Geschichten. Die handeln meist von ihrer Gedankenwelt und zwischenmenschlichen Beziehungen. So plätschert Playing my Game phasenweise so dahin, was von großem Selbstbewußtsein zeugt denn, na ja, es ist nun mal "ihr Spiel". --Wolfram Lumpe
Lene Marlin, die blonde Feenstimme aus Norwegen beschwört auf ihrem dritten Album Lost in a Moment vor allem die Achterbahn junger Liebesgefühle. Die junge Songwriterin vertraut auf ihr Talent, Intimes so zu verpacken, dass man sich persönlich angesprochen fühlt. Lene Marlin macht keinen Girlie- oder Jungmädchen-Pop, sondern folkorientierte, romantische bis melancholische Songs, denen sie auch hin und wieder einen kleinen, gut dosierten Schuss Rockgitarren beifügt.
Das klingt durchwegs zauberhaft, verspielt und ernsthaft. Elegisch kommt die Cello-Ballade Hope You're Happy daher, What If ist dank einem einprägsamen Refrain ein echter Ohrwurm. wie es der Norwegerin überhaupt gelingt, sehr melodische Chorsätze zu arrangieren. Am besten kommt ihre zarte Mädchenstimme nur zur Akustikgitarre auf When You Were Around zur Geltung, während sie auf Never To Know in diese molltönige Weltschmerzstimmung verfällt, die schon ihr letztes Album prägte. Ein Album für verliebte Sommerabende. -- Ingeborg Schober