Janet Jackson : Releases >>

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Design of a Decade 1986-1996  >>

DESIGN OF A DECADE 1986-1996

Discipline (Ltd.Deluxe Edt.)  >>

DISCIPLINE W/DVD DLX

20 Y.O.  >>

Die Zeiten, in denen Janet Jackson das Geschehen an der Spitze der internationalen Hitlisten nahezu nach belieben dominierte, sind längst vorbei. Und doch gelingt es ihr immer wieder auf neue für Überraschungen zu sorgen. Und damit ist nicht der über Gebühr strapazierte sogenannte "Nippelgate"-Skandal gemeint, sondern ihre Fähigkeit, sich immer wieder selbst neu zu erfinden. Waren ihre letzten beiden Alben, All For You (2001) und Damita Jo (2004) noch recht gewagte "Stilübungen", so kehrt sie auf 20. Y.O. recht deutlich zu ihren R&B-Wurzeln zurück. Trotz aller Experimentierfreude setzte sie in den letzten 20 Jahren mehr oder weniger immer auf das gleiche Autoren/Produzenten-Gespann: Jimmy Jam und Terry Lewis. Die beiden sind auch diesmal wieder an allen Songs entscheidende beteiligt. Und doch steht bei den elf neuen Songs meist ein anderer im Vordergrund: Jermaine Dupri, Janet Jacksons Lebensgefährte. Dessen Einfluss ist nicht nur bei der mit Unterstützung von Nelly eingespielten Single Call On Me mehr als deutlich zu hören. Auch Songs wie das mit einem besonders trickreichen Groove ausgestattete "This Body" oder "Get It Out Me" tragen eindeutig seine Handschrift. Janet Jackson scheint mit sich selbst wieder im reinen zu sein und klingt auf Stücken wie "Daybreak" oder "With U" entsprechend ausgelassen und locker. Wirklich neues gibt es trotz der Mitwirkung von Jermaine Dupri allerdings nur sehr selten zu entdecken. Janet Jackson bewegt sich weitgehend auf bekannten Terrain, ohne den Hörer mit irgendwelchen quälenden "Innovationen" zu langweilen. 20 Y.O. bietet 50 Minuten R&B-Entertainment auf höchstem Niveau und das ist auch 2006 keine Selbstverständlichkeit. --Norbert Schiegl

Janet  >>

Warum ist Janet von Janet Jackson das beste Michael Jackson-Album seit Thriller und das beste Madonna-Album seit... naja, seit immer? Vielleicht liegt es daran, daß Michael Jacksons kleine Schwester der einzige dieser drei Aerobic-Video-Stars ist, der schlau genug ist, zu durchschauen, daß Sex und Beats das einzige sind, worauf es beim leichten Dance-Pop ankommt. Oder es liegt daran, daß die Sexualität, die Janet mit ihren süßen Melodien und ins Blut gehenden Grooves ausstrahlt einfach so viel glaubwürdiger ist, als Michael Jacksons präpubertäre Gehemmtheit oder Madonnas rein geschäftliche Anmache. Nach dem peinlichen Versuch, auf ihrem 1989er Album Rhythm Nation 1814 einen soziokulturellen Analytiker darzustellen, hat sich Janet Jackson auf ihre Stärken besonnen: Sie setzt diese seltsame Mischung aus Mädchenhaftigkeit und Reife ein, um ihre Dance-Stücke über zwischenmenschliche Beziehungen besonders glaubwürdig klingen zu lassen. Trotzdem ist das 75-minütige, aus 27 Tracks bestehende Album nicht schlüssig; es enthält zu viele Füllstücke und die Übergänge zwischen den Songs fangen schnell an zu nerven. Andererseits ist die Platte voll von echten Hammer-Singles -- von den sehr erfolgreichen Stücken, wie dem extrem aufreizenden "That's the Way Love Goes" und "If", das von der Rock-Gitarre lebt, bis zu zukünftigen Hits, wie dem Prince-Stücken ähnlichen "This Time", "Because of Love" im Motown-Stil, der rauchig gehauchten Ballade "Where Are You Now" und dem genialen Stax-Cover "What'll I Do". --Geoffry Himes

The Velvet Rope  >>

In Zusammenarbeit mit ihren fähigsten Produzenten und Songwritern Jimmy Jam und Terry Lewis ist Janet Jackson ihre bestimmt beste Platte seit Rhythm Nation gelungen -- und vielleicht ihre beste überhaupt. Zu den Highlights zählen "You" und "Got 'Til It's Gone", das Samples von War beziehungsweise Joni Mitchell in einen neuen Zusammenhang bringt. Das funkige Gedenken der Verstorbenen ("Together Again") und eine aufreizende Coverversion von Rod Stewarts "Tonight's The Night".

Am allerbesten aber ist "What About", das sich zwischen stillzartem und bitterzornigem Funk bewegt, und in dem sie ihren Lover abblitzen läßt, der sie schlägt und betrügt, während er seine Liebe gesteht. -- David Cantwell

Discipline  >>

DISCIPLINE

Insomniac  >>

INSOMNIAC

Damita Jo  >>

Auch für ihr achtes Studioalbum Damita Jo hat Janet Jackson -- der Albumtitel besteht aus ihrem zweiten und dritten Vornamen -- wieder mit Jimmy Jam und Terry Lewis zusammengearbeitet. Herausgekommen ist diesmal das vielleicht leidenschaftlichste Album in der Karriere der Sängerin. Ob sie ihren Zuhörern mit vier Tracks über Zweisamkeit auf einer Insel einheizt oder in dem mit Wortspielen gespickten "Sexhibition" mit ihrem Talent zur Verführerin hausieren geht, um ihren Fans dann zu erklären: "Relax, it's just sex." Sie bemüht sich sehr, sich als Vorreiterin der sexuellen Befreiung zu etablieren, vielleicht sogar zu sehr.

Wenn Jackson nämlich in "Strawberry Bounce" haarklein schildert, mit welchen Mitteln sie ihren Lover um den Verstand bringen will, wirkt sie eher wie eine Go-go-Tänzerin in hochhackigen Stiefeln, nicht wie eine Sozialrevolutionärin. Und auf "Moist", einem Loblied auf den weiblichen Orgasmus, klingt sie einfach albern. In den besten Momenten des Albums gibt sich Janet Jackson dagegen nicht übertrieben erotisierend, sondern nur charmant verspielt. Beispiele hierfür sind das langsame "Thinkin' Bout My Ex" (eine Gemeinschaftsproduktion mit Babyface, die autobiografische Züge zu tragen scheint) und das druckvolle "Just A Little While", das von Prince stammen könnte.

Der Titelsong ist die Jackson'sche Entsprechung zu "Jenny On The Block" von J-Lo, und genauso unglaubwürdig wie deren Versuche, sich als die ganz normale Diva von nebenan hinzustellen. An der Seite des HipHop-Genies Kanye West kann Janet Jackson schon eher überzeugen: "My Baby" kombiniert ihren dahingehauchten, mädchenhaften Gesang mit seinem direkten, harten Rap. Nur hier kann Damita Jo einmal den Eindruck vermitteln, dass Liebe noch wichtiger sein kann als Sex. --Jaan Uhelszki

All for You  >>

Vier Jahre hat sich Janet Jackson seit The Velvet Rope, ihrem letzten Album, Zeit gelassen, um einen ebenbürtigen Nachfolger auf die Beine zu stellen. All For You, erneut entstanden mit tatkräftiger Unterstützung des erstklassigen Produzentengespanns Jimmy Jam und Terry Lewis, kann die Erwartungen größtenteils erfüllen. Janet Jackson präsentiert sich in Songs wie "You Ain't Right" oder "All For You", der ersten Single, erneut als ernorm vielseitige Künstlerin, der es mühelos gelingt, die trickreich zusammengefügten Grooves und Beats mit Leben zu füllen.

Dass sich das hohe Qualitätsniveau der ersten beiden Nummern nicht problemlos durchhalten lässt, wird allerdings bereits bei "Come On Get Up" deutlich, einer wenig aufregenden, zu bedächtig arrangierten Komposition. Doch solche kleinen Ausrutscher bleiben die Ausnahme. Mit Balladen wie "When We Oooo" oder "Love Scene (Ooh Baby)" findet Janet Jackson schnell wieder zu alter Stärke zurück. Ein weiterer Höhepunkt ist außerdem das fast schwerelos dahingleitende "Would You Mind", bei dem auf einen durchgehenden Beat komplett verzichtet wird. Ganz im Gegensatz zu "Trust A Try", Janet Jacksons unüberhörbarer Verbeugung vor den 80er-Jahren. Und wenn dann, wie beim unwiderstehlich groovenden "Son Of A Gun (I Betcha Think This Song Is About You)" Carly Simon mit ins Geschehen eingreift, dürfte auch der letzte Zweifler von den Qualitäten dieses Albums überzeugt sein. --Norbert Schiegl

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