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Ben Watt und Tracy Thorn von Everything But The Girl hatten schon immer etwas fürs Style-Hopping übrig: vom Jazz-Pop über Britpop zu orchestralem Pop, vom modernen R&B zu jazzigem R&B. Auf ihrem siebten Album Walking Wounded (1996) landet das Duo, das sich gut gehalten hat, im Dancebereich - mit Songs, die auf dem Techno entlehnten Beats basieren. Diese Richtungsänderung zur elektronischen Musik mag für eine Band, die eigentlich eher um die Gunst eines erwachsenen Publikums buhlte, extrem erscheinen; wenn man aber den riesigen Erfolg, den sie mit ihrer 1994er Remixsingle "Missing" hatten (die ja von den Beats lebte), und die fruchtbare Zusammenarbeit mit Massive Attack auf der Trip-Hop-Scheibe Protection (die ja deren Durchbruch bedeutete) in Betracht zieht, so war das Rezept, sich der Clubsounds anzunehmen ja schon ein altbewährtes. Die üppige, soulige Stimme von Tracy Thorn war, dank ihrer Vielseitigkeit, immer das Kernstück der Musik von Everything But The Girl, und hat alle Klippen der verschiedenen Stilrichtungen umschifft. --Rickey Wright
BACK TO MINE
Daß Everything But The Girl, die seit Baby, The Stars Shine Bright (1986) im Morast des Easy Listening versunken waren, diese Platte wieder selbst produziert haben, ist ein großes Plus und wahrscheinlich auch dafür verantwortlich, daß Amplified Heart ihr bestes Album seit Ewigkeiten ist. Das kann man sich anhören. --Jeff Bateman