Eva Cassidy : Releases >>

Information provided by Amazon.de

Songbird  >>

Songbird pickt sich die Rosinen aus den drei Alben von Eva Cassidy, die damals nur regional veröffentlicht wurden. Ihre eindringliche, schöne Stimme verhallte 33 Jahre lang ohne jedes Echo außerhalb ihrer Heimatstadt Washington, D.C.

Cassidy, die 1996 einem Krebsleiden erlag, sang mit einer ungekünstelten Ursprünglichkeit und einer erstaunlichen Begabung Klassiker und moderne Songs so, als seien diese ganz speziell für sie geschrieben worden. "Fields of Gold" von Sting macht seinem Titel durch die Wunderwirkung von Cassidys überirdischer Stimme alle Ehre, während andere Tracks dieser Anthologie demonstrieren, mit welcher Leichtigkeit sie sich in den Bereichen Popmusik (Christine McVies "Songbird"), Soul ("People Get Ready"), Gospel ("Wade on the Water") und bei traditionellen Klassikern bewegen kann ("Autumn Leaves" und "Over the Rainbow"). Umrahmt wird dies alles von zurückhaltenden Jazz- und Pop-Arrangements. Eva Cassidys klare, gefühlvolle Stimme und ihre exzellente Phrasierung machen sie zu einer dieser so seltenen Sängerinnen, deren Interpretationen für jeden Song eine Bereicherung darstellen. Eine gelungene Hinführung zu einem echten Talent. --Billy Grenier

Live at Blues Alley  >>

Wenn Eva Cassidy sich ihren Weg durch "Cheek to Cheek" bahnt und dann bei "Stormy Monday" bei diesen Live-Aufnahmen von 1996 bedrückt und melancholisch wird, dann ist es eigentlich unmöglich, nicht von der enormen, aufwühlenden Kraft ihrer Stimme mitgerissen zu werden. Ihr volles Stimmvermögen tritt jedoch am deutlichsten zum Vorschein -- und zeigt erschütternde Wirkung -- bei den langsameren Stücken wie Paul Simons "Bridge over Troubled Water", Buffy Sainte-Maries "Tall Trees in Georgia" und "What A Wonderful World". Bei diesen Melodien verschmelzen schmerzliche Klarheit und volle Gefühlswärme miteinander. Sie macht Stings "Fields Of Gold" auf unglaubliche Weise zu einem Kraftwerk der Gefühle, und dies mit der gleichen Leichtigkeit, mit der sie bei Billie Holidays "Fine and Mellow" ganz locker klarstellt, dass sie sich ebenbürtig fühlt mit der gesamten Ahnengalerie der Jazzsängerinnen.

Sie verdient sich hier ihren Platz inmitten der großen Sängerinnen/Künstlerinnen, die jeden beliebigen Song nehmen und diesem ihren eigenen unauslöschlichen Stempel aufdrücken konnten. Was Eva Cassidy in ihrem kurzen Leben auszeichnete, das war ihre perfekte Stimme und ein Gespür für Musik, mit dem sie Gospel, Folk, Blues, Jazz und alle Zwischenstufen meistern konnte, als seien dies alles nur Zwischenstopps auf einer einzigen langen Zugreise. Leider endete diese Reise auf tragische Weise viel zu früh bereits im Jahre 1996. --Andrew Bartlett

Time After Time  >>

Imagine  >>

Nach dem Überraschungserfolg von Eva Cassidys Album Songbird und der nicht autorisierten CD No Boundaries erscheint mit Imagine eine weitere Archivauswahl mit Songs der 1996 an Krebs verstorbenen US-Sängerin aus Washington D.C. Die zehn teils im Studio, teils als Livemitschnitte aufgezeichneten Songs bestätigen erneut ihre unglaubliche Wandlungsfähigkeit als Interpretin, die jedem Stück und jedem Stil ihr eigenes Flair verleiht. Weil sie den vom Gesang her eher tief gelagerten Liedern zugleich eine glockenhelle Note verleiht, und in die saphirklaren Folkphrasierungen eine bluesige Tiefe einfließen lässt, vermeidet sie jene Monotonie, die sich bisweilen bei Gesangsinterpretinnen einstellt. Dass sie zu Lebzeiten keinen großen Erfolg hatte und ihre Songs für kleine Indie-Labels fernab von Marketing-Konzepten und Trends völlig ungekünstelt singen konnte, ist wohl ein Glücksfall. Denn diese unverfälschte Natürlichkeit ist es, die einen beim Zuhören anrührt und diese angenehme, entspannte und intime Stimmung wie in einem kleinen Musikclub vermittelt.

Schon auf dem Opener -- ein Livemitschnitt ihrer folkigen Paul-Anka-Version von "It Doesn't Matter Anymore" -- gelingt ihr das auf Anhieb. Den Welthit "Fever" interpretiert sie mit ihrem Bruder Dan an der Geige als Zigeuner-Jazz im Django-Reinhardt-Stil, während sie bei "Still Not Ready", eine Komposition der unbekannten Begleitband Fat Fingers, 1987 aufgezeichnet, den großen Auftritt als Nachtclubsängerin zur Blauen Stunde hinlegt und mit dem souligen Pianojazz "I Can Only Be Me" glatt Barbra Streisand an die Wand singt. John Lennons "Imagine" macht sie mit ihrer eigenwilligen, sehr präzisen Phrasierung zur Akustikgitarre zu einem ebenso schlichten, wie ergreifenden Folksong. Und wer es schafft, eher abgedroschenen Evergreens wie dem Country "Tennessee Waltz" und dem irischen Nationalheiligtum "Danny Boy" noch neue Fassetten zu verleihen, der ist ohnehin ein Könner. Genau das ist Eva Cassidys Geheimnis, diese Mischung aus Gefühl und Kompetenz. --Ingeborg Schober

American Tune  >>

Eva Cassidys besondere Gabe bestand darin, sich Songs aus der Feder von Kollegen zu eigen zu machen. Mit diesem Talent glänzte die Sängerin aus Maryland, die 1996 mit nur 33 Jahren an Krebs verstarb und erst nach ihrem Tode zu weltweitem Ruhm gelangte, etwa auf den Alben Live At The Blues Alley, Time After Time und dem Millionseller Songbird. Und auch bei der jüngsten Kollektion American Tune ist es wieder die Fähigkeit, zum Wesenskern eines Fremdtitels vorzudringen, die den Zuhörer hellauf begeistert.

Insgesamt zehn Songs berühmter Autoren gewinnt Eva Cassidy hier gänzlich neue Seiten ab. So macht sie etwa aus Cindy Laupers Hit "True Colors" vom gleichnamigen Popalbum aus dem Jahre 1986 eine bluesig getönte Ballade. Die Ray-Charles-Nummer "Hallelujah, I Love Him So" wird mit viel Inbrunst und einer spirituellen Ergriffenheit als Gospelstück vorgetragen. "Dark Eyed Molly" von der britischen Band Fairport Convention ist als Celtic Folk samt Tin Whistle angelegt. "Drowning In The Sea Of Love" vom Autorenteam Gamble und Huff interpretiert die Amerikanerin als hemdsärmeligen R&B-Track. Und bei Duke Ellingtons "It Don't Mean A Thing (If It Ain't Got That Swing)" macht sie als Jazzvokalistin eine richtig gute Figur.

Diese Aufzählung zeigt: Die scheue Künstlerin aus dem Städtchen Bowie war in so ziemlich jeder Musikrichtung zu Hause. Sie ließ sich nicht auf einen Stil festlegen, beherrschte Folk, Pop, Blues, Soul und Jazz gleichermaßen souverän. Doch egal was sie auch sang, stets betörte Eva Cassidy mit ihrer angenehm warmen und beweglichen Stimme. Diese unveröffentlichten Aufnahmen aus dem Nachlass, die man für die vorliegende CD behutsam aufbereitet hat, machen da keine Ausnahme. Einmal mehr ist man ganz hingerissen von Cassidys gesanglicher Wandlungsfähigkeit und ihrem natürlichen Charme. --Harald Kepler

Eva By Heart  >>

Eva Cassidys einziges Studioalbum. Vor ihrem frühen Ableben im Jahre 1996, erschien ein Livealbum (Live At Blues Alley) sowie ein Album im Duett mit Chuck Brown (The Other Side). Zusammen mit dem posthum veröffentlichten Sampler Songbird, stellt dies die Summe ihres gesamten Schaffens dar. Jedes Album, jeder Song, ist daher doppelt kostbar.

Eva Cassidys Stimme nämlich besitzt jene äußerst seltene Farbe: eine Stimme, wie sie in einer Generation nur einmal vorkommt, eine Stimme, die das Innerste umfängt und nicht mehr loslässt. Ob sie nun Blues- oder Jazznummern vorträgt, altbekannte Standards oder Folkballaden, ihr gesanglicher Ausdruck, der Stimmumfang, ihre absolute Genauigkeit im Ton, sowie ihr Gespür für das hingebungsvolle Eingehen in die Musik, sind förmlich greifbar. Wenn es ein Problem gibt, dann liegt es darin, dass ihre absolute Sicherheit in der Interpretation all dieser Stilrichtungen das Album als Ganzes etwas uneinheitlich wirken lässt: Fleetwood Macs ergreifende Ballade "Songbird" wird eingerahmt von dem Arlen/Mercer-Standard "Blues In The Night" (einer swingenden Bluesnummer) und "Need Your Love So Bad" (einem Duett mit dem Jazzer Chuck Brown).

Manchmal gleicht Eva Aretha Franklin, dann wieder ist sie Sandy Denny. Denen, die von ihrer Stimme gefesselt sind, dürfte dies relativ egal sein. Und jeden, der dieses Album anhört, wird ihre Stimme garantiert gefangen nehmen. --Mark Walker

Songbird  >>

Songbird pickt sich die Rosinen aus den drei Alben von Eva Cassidy, die damals nur regional veröffentlicht wurden. Ihre eindringliche, schöne Stimme verhallte 33 Jahre lang ohne jedes Echo außerhalb ihrer Heimatstadt Washington, D.C.

Cassidy, die 1996 einem Krebsleiden erlag, sang mit einer ungekünstelten Ursprünglichkeit und einer erstaunlichen Begabung Klassiker und moderne Songs so, als seien diese ganz speziell für sie geschrieben worden. "Fields of Gold" von Sting macht seinem Titel durch die Wunderwirkung von Cassidys überirdischer Stimme alle Ehre, während andere Tracks dieser Anthologie demonstrieren, mit welcher Leichtigkeit sie sich in den Bereichen Popmusik (Christine McVies "Songbird"), Soul ("People Get Ready"), Gospel ("Wade on the Water") und bei traditionellen Klassikern bewegen kann ("Autumn Leaves" und "Over the Rainbow"). Umrahmt wird dies alles von zurückhaltenden Jazz- und Pop-Arrangements. Eva Cassidys klare, gefühlvolle Stimme und ihre exzellente Phrasierung machen sie zu einer dieser so seltenen Sängerinnen, deren Interpretationen für jeden Song eine Bereicherung darstellen. Eine gelungene Hinführung zu einem echten Talent. --Billy Grenier

The Other Side  >>

Chuck Brown und Eva Cassidy, ein Paar, das auf den ersten Blick fremdartig anmutete: Auf der einen Seite Brown, dieser selbst ernannte "Godfather of Go-Go", ein ergrauter Altmeister der Jazz- und Bluesszene in Washington D.C.; auf der anderen Cassidy, diese beinahe krankhaft schüchterne Sängerin, halb so alt wie er, mit wenig Studio- oder Bühnenerfahrung. Das Album jedoch, das dabei herauskam -- eine Eingebung des Produzenten Chris Biondo, aufgenommen im Jahr 1992 -- ist ein kleiner Klassiker. Die harsche Stimme des Bluesmannes Brown bildet das perfekte Gegenstück zu Cassidys beseeltem, ausdrucksstarkem Gesang: er, grollend; ihre Stimme dagegen, emporsteigend.

Cassidy konnte in jeder Stilrichtung gleichermaßen überzeugend singen; Jazz und Rhythm & Blues jedoch waren vermutlich ihre stärkste Seite: bluesig-schwül und triefend vor Gefühl. Die Songs sind ein Mix aus Standards und solchen, die es gerne wären. Die Balladen -- "God Bless The Child" und "Dark End Of The Street" -- ragen hierbei heraus, allen voran jedoch, durch seine schiere emotionale Kraft, Cassidys eigenes, ganz und gar magisches Arrangement von "Over The Rainbow". Chuck Brown ist ein fähiger Jazzsänger, aber der hauptsächliche Reiz der Scheibe liegt -- natürlich -- bei Eva Cassidy, deren außergewöhnliches Talent erst jetzt die Anerkennung erhält, die sie während ihres tragisch kurzen Lebens verdient hätte. --Mark Walker

Method Actor  >>

METHOD ACTOR

Wonderful World  >>

Sie ist die tragische Figur der Pop-, besser gesagt, der Folk-Musik: Eva Cassidy. Jahrzehntelang spielte und tingelte sie durch die Clubs von Washington D.C., verdiente sich in dunklen Kleinkunstkellern ein paar Dollars und in den lokalen Medien ein paar gute Kritiken -- das war's. Zunächst jedenfalls. Erst als die blonde Sängerin mit nur 33 Jahren an einem Krebsleiden verstarb und damit ihre unglaublich intensive Stimme für immer verhallte, wurde -- Ironie des Schicksals -- plötzlich die ganze Welt auf sie aufmerksam. Songbird hieß die 1998 erschienene Erinnerung, die einige ihrer besten Songs der drei zu Lebzeiten nur regional veröffentlichen Alben, versammelte. Und: Die CD wurde ein Hit, Eva Cassidy posthum zum Weltstar.

Auch wenn der CD-Katalog von Eva Cassidy mittlerweile bereits mehrere Alben umfasst, u.a. Time After Time, Live At Blues Alley und American Tune, ist der auf Band gebrachte künstlerische Nachlass der Sängerin leider nur recht dünn. Das belegt auch die neue CD Wonderful World. So finden sich alle elf Titel schon auf einer ihrer Vorgänger-CDs. Für eingefleischte Eva-Cassidy-Fans besitzt Wonderful World deshalb in erster Linie Sammlerwert. Wer allerdings -- und solche soll es immer noch geben -- noch nicht die Bekanntschaft mit einer der schönsten, wärmsten und ungekünstelten Stimmen im Grenzbereich zwischen Folk, Singer/Songwriter, Blues und Jazz gemacht hat, bekommt mit dieser CD ein prächtiges, in sich stimmiges Künstlerprofil zur Hand.

Was immer wieder auffällt und immer wieder fasziniert: Eva Cassidy war, genau wie die große Ella Fitzgerald, mit der Gabe gesegnet, jeden einzelnen Song zu ihrem ureigenen zu machen. Im Falle von Wonderful World kann das ein Louis-Armstrong-Evergreen sein (Titeltrack), eine Paul-Simon-Ballade ("Kathy's Song"), eine Paul-Anka-Komposition ("It Doesn't Matter Anymore"), der Soul-Klassiker "Drowning In The Sea Of Love" oder eher unbekannte Lieder und Traditionals.

Bei ihren Interpretationen ging die sanfte Natur ziemlich radikal zu Werke. Zunächst einmal befreite sie die Titel von, wie sich oft herausstellte, nur störendem Beiwerk, um die blanke Aussage, die Wurzeln, die emotionale Tiefe des Songs zu ergründen. Übrig blieb meist ein spartanisch akustisches Gebilde, in deren Zentrum Eva Cassidys Stimme geradezu magisch leuchtet und flirrt wie ein Nordlicht in einer Polarnacht. In jedes gesungene Wort legte sie alles was sie an Gefühl, Phrasierung und Stimme mitbrachte -- genug, um dem Hörer wohlige Gänsehautschauer zu bescheren... --Gunther Matejka