The Cranberries : Releases >>

Information provided by Amazon.de

Stars - The Best Of 1992-2002  >>

No Need to Argue-the Complet  >>

Stars-the Best of (Ecopac)  >>

Bury the Hatchet (the Complete Sessions 1998-1999)  >>

To the Faithful Departed-the Complete Sessions 96-  >>

No Need to Argue  >>

Dieser Nachfolger, den die irische Band The Cranberries nach ihrem Debüt Everybody Else Is Doing It So Why Can't We -- einem ansprechenden, einfühlsamen Album, bekanntgeworden durch den Hit "Linger" -- veröffentlichte, war kaum zu übertreffen. Hatten die Kritiker bei Everybody noch von einer gewissen Schüchternheit sowohl bei den Melodien als auch bei den Texten gesprochen, sollte sich dies bei No Need to Argue ganz schnell ändern. Dieses Album aus dem Jahre 1994 war weitaus kritischer, was im Text des Hits "Zombie" deutlich wird, der den Konflikt in Nordirland zum Thema hat. So singt die Frontfrau Delores O'Riordan in ihrer charakteristischen schneidenden Altstimme davon, daß der Konflikt in erster Linie auch in den Köpfen der Beteiligten stattfindet: "In your head they are fighting/With their tanks and their bombs/and their bombs and their guns". Weil Wut nun einmal schwerer zugänglich ist als Liebe, fanden viele Fans diese Härte anfangs befremdlich, aber die, die sich nicht abschrecken ließen, sollten bald die emotionale Vielfalt dieser Stücke entdecken. --Denise Sheppard

Wake Up and Smell the Coffee  >>

Wenn man zehn Jahre lang Hit-Platten abliefert, dann sollte man doch meinen, dass die Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan den Dreh endlich raus hat, wie man brauchbare Rocktexte schreibt. Aber bereits nach weniger als zwei Minuten entlädt sich dann im fünften Album dieser irischen Gruppe ein Geistesblitz von unvergleichlichem Niveau: "Birds in the sky/they look so high" ("Die Vögel am Himmel/Die sehen so hoch aus) gurrt sie bei dem Eröffnungstrack "Never Grow Old", bevor sie dann fortfährt "I feel the breeze/I feel at ease" ("Fühl ich die Brise/fühl ich mich wohl"). Tja, so hört es sich an, wenn sie erbarmungslos clever daher kommt. In dem Titeltrack scheut sie sich noch nicht einmal, ihre in der Grundschule gelernten Literatur-Lektionen in Dichtung umzusetzen. Sie wiederholt ganz einfach jeden Vers und reimt so jeden Gefühlsausdruck mit sich selbst.

Diese nachlässige Schreiberei ist wirklich eine Schande, denn sie versperrt einer der letzten wirklich klaren, ungekünstelten Stimmen der Rockszene den Weg. Das musikalische Können der Cranberries mag bei diesem fünften Album zwar weitgehend intakt geblieben sein, denn es präsentiert kräftige, heftige Rhythmen und symphonischen Elan bei Tracks wie "I Really Hope" und "This Is The Day". Aber es fällt einem schon schwer, seine Zuneigung aufrecht zu erhalten, wenn man ständig über diese peinlichen Texte stolpert. --Jaan Uhelszki

Gold  >>

Bury the Hatchet  >>

Nach ihrem Debüterfolg mit dem bezeichnenden Namen Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We? und dem noch erfolgreicheren Nachfolgealbum No Need to Argue, machten die Cranberries genau denselben Fehler wie Tausende vielversprechender Popstars vor ihnen: Sie nahmen sich selbst zu wichtig. Das Ergebnis war das langweilige, blasierte Album To the Faithful Departed. Die Fans, die zuvor bei den feingesponnenen Melodien von "Linger" und "Dreams", oder bei der aggressiven Power von "Zombie" ganz aus dem Häuschen waren, liefen ihnen daraufhin in Scharen davon. Vielleicht überlegen sie es sich noch einmal: Bury the Hatchet ist eine angenehme Rückbesinnung auf einen Stil, der sich auf schwungvolle Melodien und kraftvollen Gesang konzentrierte, und die großen Proklamationen denen überläßt, die das besser können, beispielsweise Zack de la Rocha oder - wenn's sein muß, Bono. Bury the Hatchet ist randvoll mit schönen Melodien, wie "Animal Instinct", "Saving Grace", "You and Me" oder dem zarten "Shattered". "Promises" und "Delilah" indes sind echte Rockhämmer, die Dolores O'Riordans schneidende Stimme zur Geltung bringen, und beweisen, daß die Band durchaus in der Lage ist, voll aufzudrehen. --Daniel Durchholz

Everybody Else Is Doing It  >>

Auf ihrem ersten "ausgewachsenen" Album zeigt sich eine den Kinderschuhen entwachsene Band, die zuweilen etwas an die Sundays oder The Smiths erinnert, doch hinter der bezaubernden Stimme von Dolores O'Riordan steckt mehr als "nur" eingängiger Pop. Sowohl "Dreams" als auch "Linger" haben etwas geradezu Magisches an sich, das auch dann noch anhält, wenn sie zu Ende sind, wie auch überhaupt die ganzen Stücke eine Frische ausstrahlen, der man sich einfach nicht entziehen kann. Dies ist und bleibt immer noch ihr überzeugendstes Album. --Chris Nickson