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Traditionelle irische Musik einerseits und glatter, anspruchsvoller Pop andrerseits, mit dieser Mixtur scheinen die Corrs -- ein Quartett aus drei Schwestern und ihrem Bruder -- musikalisch alles abgedeckt zu haben. Auf ihrem ansprechenden Debütalbum ist beides vorhanden, vorrangig mitreißende Liebeslieder wie "Runaway" oder der Titelsong; doch finden sich in fast jedem Stück Geige, Tin Whistle und Bodhran und sicherheitshalber auch kleine Häppchen traditionellen Materials, wie die Lieder "Carraroe Jig" und "Erin Shore". Man stelle sich vor, die Spice Girls könnten selbst auf ihren Instrumenten spielen und würden dies in der Kneipe um die Ecke tun. Wenn das zuviel Phantasie erfordert, lausche man bei einigen Bieren den zarten Klängen von "Heaven Knows" oder "The Right Time". Irgendwann wird der Groschen fallen. --Daniel Durchholz

Best of  >>

Mitte der 90er-Jahre begannen vier Geschwister der Familie Corr aus Dundalk/Irland mit Songs wie "Runaway", "The Right Time" oder "Love To Love You" die Airplay-Charts zu stürmen. Mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus harmonischem Pop und sanftem Folk spielte sich das Quartett schnell in die Herzen vieler Hörer und ihr Weg nach ganz oben war geebnet. Mit Talk On Corners und der dazugehörigen Tournee erreichten The Corrs traumhafte Verkaufszahlen, und auch der Nachfolger The Corrs Unplugged war ein echter Topseller.

Auf ihrem bislang letzten Studio-Album In Blue war zwar nicht mehr allzu viel zu hören von irischen Klängen, sondern nur perfekt produzierter Pop, doch die Harmonie, die für ihre Musik bestimmend ist, hatten sie nicht eingebüßt. Das nun erscheinende Best Of-Album ist eine hervorragende Werkschau der Iren, welches neben ihren großen Hits auch zwei neue Songs zu bieten hat: Would You Be Happier und "Make You Mine". Einziges Manko an diesem Album: das wirklich sehr ansehnliche Booklet hat zwar viele schöne Fotos zu bieten, jedoch sucht man die Texte vergebens -- dabei hätten die sich doch bei dieser Sammlung geradezu angeboten. --Ulf Behlen

The Corrs - Unplugged  >>

Auf den Studioplatten klingen die Songs der Corrs ja schon zauberhaft, in den Live-Fassungen bekommen sie dann aber immer noch ein Quäntchen mehr an Gänsehaut erzeugender Wirkung. Denn auf der Bühne laufen die Geschwister aus der Republic of Ireland zur absoluten Bestform auf. "Das ist uns das Wichtigste", erklärt Geigerin Sharon dieses Phänomen. "Denn live kann man wirklich sein Publikum erreichen, mit ihm kommunizieren. Wie alle Musiker lieben wir es unbändig, auf der Bühne zu stehen." Diese Leidenschaft ist beim herrlichen Konzertmitschnitt Unplugged in jedem einzelnen Ton zu spüren. Was Andrea, Caroline, Sharon und Jim Corr da am 5. Oktober 1999 in der Akustik-Reihe des Musiksenders MTV aufgenommen haben, sprüht nur so vor Spielfreude und Lust am Dialog mit den Zuhörern. Traumhaft schön!

Mit Unterstützung von Gastmusikern wie Ronan Dooney (Piccolotrompete), Rod McVey (Akkordeon) und dem Irish Film Orchestra unter Fiachra Trench haben die sympathischen Stars an jenem Abend ihre schönsten Hit-Ohrwürmer ("What Can I Do?", "Radio" etc.) in stromfreien Arrangements angestimmt, und auch "At Your Side" (bekannt als Begleitsong der karitativen Aktion Mensch in Deutschland) kam ohne Saft aus der Steckdose aus. Des Weiteren spielte der Familien-Clan mit "Everybody Hurts" (R.E.M.), "Little Wing" (Jimi Hendrix), "Dreams" (Stevie Nicks) usw. auch ausgewählte Titel aus fremder Feder.

Während The Corrs bei ihren elektrifizierten Studioeinspielungen gern den Popcharakter ihrer Lieder herausstreichen, betonen sie bei diesem Akustik-Set verstärkt die folkloristischen Anteile. An traditionellen Tonerzeugern wie Tin Whistle, Fiddle und Bodhran beweisen sie etwa in "Lough Erin Shore" oder auch "Toss The Feathers", dass sie den Celtic Folk der Heimat souverän beherrschen. --Harald Kepler

The Corrs - Live at the Royal Albert Hall  >>

It's a family affair. The Corrs sind ein echtes Familienunternehmen. Die Geschwister Andrea (Gesang), Caroline (Schlagzeug), Sharon (Violine) und Jim (Gitarre, Keyboards) gründeten 1991 eine Band. Fünf Jahre später schafften sie bei einer gemeinsamen Tournee mit Celine Dion sowie anlässlich eines Auftritts bei den Olympischen Spielen von Atlanta den internationalen Durchbruch. 1998 zeichnete das Quartett dann zum ersten Mal eines seiner Konzerte auf Filmmaterial auf: Am St. Patrick's Day, dem Lieblingsfeiertag ihrer irischen Landsleute, spielten The Corrs in Londons Royal Albert Hall eine 85-minütige Show der Extraklasse. Vor ausverkauftem Haus musizierten sie die schönsten Lieder der ersten beiden Multiplatin-Alben Forgiven, Not Forgotten und Talk On Corners.

In "When He's Not Around", "What Can I Do", "I Never Loved You Anyway" und vielen anderen Ohrwürmern begeisterte die Folkpop-Familie das Publikum mit einem stimmungsvollen Mix aus volkstümlichen Kelten-Klängen und massenwirksamen Charts-Sounds. "Ich glaube, die starken Melodien begründen den Erfolg unserer Musik," erläutert Andrea Corr die euphorische Reaktion der Fans, "aber hinzu kommt, dass irische Musik etwas in sich hat, das anscheinend jedes Herz gewinnt." Wie wahr! --Harald Kepler

Vh1 Presents.. . Live in Dublin  >>

The Corrs Unplugged (New Version)  >>

Nach der Special Edition des Albums Talk On Corners, auf der Starproduzenten die Hits der irischen Gruppe mit Remixes zum Tanzen brachten, gibt es jetzt eine Unplugged-Kollektion von insgesamt 14 Songs. Das Geschwister-Kleeblatt Jim, Andrea, Caroline und Sharon Corr hat mit seinem eigenwilligen und charmanten Crossover aus Pop, Rock und Celtic-Folk der irischen Musik ein neues, zeitgemäßes Gesicht gegeben. Die drei Schwestern bezirzen nicht nur mit 60er-Jahre-Harmoniegesang, sondern auch als virtuose Instrumentalisten auf traditionellen irischen Folkmusik-Instrumenten, wie Tin Whistle, Bodhran, Trommel und Fidel. Bruder Jim verleiht dieser Leichtfüßigkeit mit seinen Gitarrenläufen die wilde, raue Note.

Neben den Charterfolgen "Runaway", "Forgiven, Not Forgotten", "What Can I Do" und "Only When I Sleep" sind auf dem Album auch drei Cover-Versionen zu hören, darunter eine keltische Variante des Jimi-Hendrix-Klassikers "Little Wing", den die Corrs bereits mit der Folkband The Chieftains eingespielt haben. Songwriter-Perlen wie "At Your Side" und "Queen Of Hollywood" runden neben ausgelassenen, traditionell orientierten Jigs und Reels wie "Toss The Feathers" und "Lough Erin Shore" den instrumentenreichen Reigen ab. --Ingeborg Schober