Catatonia : Releases >>

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International Velvet  >>

Im Frühjahr 1998 war International Velvet von Catatonia die Nummer eins in Großbritannien. Die Band wurde als Retter des britischen Rocks gepriesen. Dies ist an sich keine große Heldentat, da oberflächliche Acts wie Manic Street Preachers, Mansun und Ocean Colour Scene das gleiche Lob erhalten haben. Aber in diesem Fall erfolgten einige der Huldigungen zu Recht. International Velvet ist eine kosmopolitische Flut von Stil und Sound. Einige Songs ("Mulder and Scully", "International Velvet") sind überschäumend schwungvoll und verbinden das Emphatische von Londons Suede mit der schrulligen Lebhaftigkeit von Elastica. Andere ("Don't Need the Sunshine", "Johnny Come Lately") erinnern eher an englische Folkmusiker wie Nick Drake und eine ganze Reihe ("Goldfish and Paracetamol", "Why I Can't Stand One Night Stands") vermischen sogar Elemente von Trip-Hop mit schwerfälligem Kneipen-Balladengesang. Unabhängig von der jeweiligen musikalischen Technik werden alle Songs durch den Gesang von Cerys Matthews zusammengehalten, die verführerisch sein kann, aber auch zänkisch und den Zuhörer zu Tränen rühren kann - und dies alles in einem einzigen Atemzug. Die Musikszene von Wales ist nicht mehr katatonisch. --Jon Wiederhorn

Paper Scissors Stone  >>

Was für eine willkommene Überraschung! Paper Scissors Stone bedeutet für Catatonia eine regelrechte Wiedergeburt. Noch vor zwei Jahren sah es für diese Band düster aus. Die Verkaufszahlen ihres 1999 erschienenen Abums Equally Cursed And Blessed stagnierten bei 300.000, weniger als ein Drittel von dem, was das vorhergehende International Velvet erreicht hatte. Eine Konzerttournee durch Großbritannien wurde abgesagt, begleitet von Gerüchten über Alkoholprobleme und Zusammenbrüche; der Niedergang des Britpops schien schon ein weiteres Opfer gefordert zu haben.

Daher ist die aufregende Rückkehr zur alten Form so ermutigend. Catatonia hat noch nie besser geklungen. Schon mit dem Eröffnungsstück "Godspeed", einer überschwänglichen Orchester-Klage über das Verschwinden einer Liebe ist Paper Scissors Stone eine lebhafte und feurige Abfolge von Musik. Cerys Matthews hat eine fantastische Stimme, ihre heisere, muntere Klangfarbe verleiht "The Mother Of Misogyny" und "Blues Song" turbulenten Humor und Pathos. Ehrenwort! Niemand sonst kann so singen! Aber das für Cerys so typische Krächzen klingt nur deswegen so, weil ihr ehemaliger Verehrer, Gitarrist und Songschreiber Mark Roberts so starke und ausdrucksvolle Songs für sie schreibt. Für sie muss es wie eine Strafe erscheinen, so bittere Liebeslieder zu singen, die von ihrem früheren Lebenspartner geschrieben wurden, aber diese Therapie wirkt erbarmungslos.

"Imaginary Friend" und "Village Idiots" sind köstliche, schöne Stücke, aber der alles überragende Track ist die mit rauer Stimme gestellte Frage "Is Everybody Here On Drugs?". Roberts behauptet, es sei eine Anti-Drogen-Hymne, aber machen wir uns nichts vor, sie wird noch jahrelang bei jedem Auftritt von Catatonia als Provokation mitgesungen werden. --Ian Gittins

Way Beyond Blue  >>

Greatest Hits  >>

Die Gründung in Cardiff ist zu einem Mythos geworden. Der Gitarrist Mark Roberts traf die Straßensängerin Cerys Matthews, als diese Songs von Jefferson Airplane vor dem Kaufhaus Debenhams sang. Daraus entstand Catatonia, und diese Gruppe entwickelte sich rasant zu einer der besten britischen (Pardon, walisischen!) Bands der 90er-Jahre. Mit ihrer Ausgelassenheit, ihrem Witz und ihrer Trinkfestigkeit füllte sie die Klatschspalten. Sie verblüffte das Publikum mit ihren außergewöhnlichen, körperlich anstrengenden und emotionsgeladenen Auftritten.

Dies hier ist eine Sammlung von Singles aus ihren vier Studioalben. Der Schwerpunkt liegt auf den frühen Phasen. Was für ein Glück! Dies bringt uns vier Auszüge aus Way Beyond Blue, einem Album, das damals inmitten der Oasis-Hysterie unterging. Hierzu gehört auch das ausgezeichnete !You've Got A Lot To Answer For", ein Waschbecken-Drama, bei dem auch ein Schwangerschafstest eine Rolle spielt. Dann sind fünf Tracks aus ihrem Album International Velvet, das ihnen zum Durchbruch verhalf, zu finden. Darunter "Road Rage", "Mulder And Scully", die es unter die Top Five schafften, und zusätzlich zwei Tracks, bei denen Matthews unabhängig von Catatonia "The Ballad Of Tom Jones" von Space und "Baby, It's Cold Outside" aufnahm. Bei dem Letzteren lieferte sie ein Duett mit Mr. Jones persönlich. Wie zu erwarten ist dieses Album von Anfang bis Ende fantastisch, eine würdige Ehrung für eine vortreffliche Band. --Dominic Wills

Equally Cursed and Blessed  >>

Paper Scissors Stone+2 [Japan]  >>

Equally Cursed & Blessed [UK-Import]  >>

International Velvet  >>

Im Frühjahr 1998 war International Velvet von Catatonia die Nummer eins in Großbritannien. Die Band wurde als Retter des britischen Rocks gepriesen. Dies ist an sich keine große Heldentat, da oberflächliche Acts wie Manic Street Preachers, Mansun und Ocean Colour Scene das gleiche Lob erhalten haben. Aber in diesem Fall erfolgten einige der Huldigungen zu Recht. International Velvet ist eine kosmopolitische Flut von Stil und Sound. Einige Songs ("Mulder and Scully", "International Velvet") sind überschäumend schwungvoll und verbinden das Emphatische von Londons Suede mit der schrulligen Lebhaftigkeit von Elastica. Andere ("Don't Need the Sunshine", "Johnny Come Lately") erinnern eher an englische Folkmusiker wie Nick Drake und eine ganze Reihe ("Goldfish and Paracetamol", "Why I Can't Stand One Night Stands") vermischen sogar Elemente von Trip-Hop mit schwerfälligem Kneipen-Balladengesang. Unabhängig von der jeweiligen musikalischen Technik werden alle Songs durch den Gesang von Cerys Matthews zusammengehalten, die verführerisch sein kann, aber auch zänkisch und den Zuhörer zu Tränen rühren kann - und dies alles in einem einzigen Atemzug. Die Musikszene von Wales ist nicht mehr katatonisch. --Jon Wiederhorn

Lost Cat [UK-Import]  >>

The Crai EPs 1993/94: For Tinkerbell & Hooked [UK-Import]  >>