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Mit ihrem 2005 veröffentlichten Album The Emancipation Of Mimi gelang es Mariah Carey eindrucksvoll, ihren leicht ramponierten Ruf wieder komplett herzustellen. Auf ihrem elften Studioalbum E=MC2 gibt sie sich erneut keine Blöße und überzeugt über die ganze Spielzeit, angefangen beim extrem Clubtauglichen Opener "Migrate", bei dem sie von Rapper T-Pain unterstützt wird, bis hin zur eindringlichen, sparsam instrumentierten Ballade "I Wish You Well", die das Album beschließt. Dazwischen gibt es, abgesehen von der eher unspektakulären Single "Touch My Body", noch jede Menge weitere Höhepunkte zu feiern, angefangen bei dem mit Hilfe von Reggae-Sänger Damian Marley eingespielten "Cruise Control" über die einschmeichelnde Downtempo-Hymne "I Stay In Love" bis hin zu dem von Scott Storch perfekt in Szene gesetzten, mit einer genialen Hookline ausgestatteten "Side Effects", bei dem Rapper Young Jeezy für den stimmlichen Gegenpol sorgt. Für die Produktion zeichneten neben Jermaine Dupri diesmal u.a. will.i.am, Stargate, Nate Hills, James Poyser und Bryan Michaelk Cox verantwortlich. Allein daran kann man schon erkennen, dass Mariah Carey und ihr Executive Producer Antonio "LA" Reid absolut nichts dem Zufall überlassen haben, auch wenn dadurch mancher Song ein Spur zu kalkuliert klingt. Doch das sind nur marginale Einwände, die die außerordentliche Gesangsleistung von Mariah Carey auf E=MC2 in keiner Weise schmälern können. --Norbert Schiegl
Mit ihrem 2005 veröffentlichten Album The Emancipation Of Mimi gelang es Mariah Carey eindrucksvoll, ihren leicht ramponierten Ruf wieder komplett herzustellen. Auf ihrem elften Studioalbum E=MC2 gibt sie sich erneut keine Blöße und überzeugt über die ganze Spielzeit, angefangen beim extrem Clubtauglichen Opener "Migrate", bei dem sie von Rapper T-Pain unterstützt wird, bis hin zur eindringlichen, sparsam instrumentierten Ballade "I Wish You Well", die das Album beschließt. Dazwischen gibt es, abgesehen von der eher unspektakulären Single "Touch My Body", noch jede Menge weitere Höhepunkte zu feiern, angefangen bei dem mit Hilfe von Reggae-Sänger Damian Marley eingespielten "Cruise Control" über die einschmeichelnde Downtempo-Hymne "I Stay In Love" bis hin zu dem von Scott Storch perfekt in Szene gesetzten, mit einer genialen Hookline ausgestatteten "Side Effects", bei dem Rapper Young Jeezy für den stimmlichen Gegenpol sorgt. Für die Produktion zeichneten neben Jermaine Dupri diesmal u.a. will.i.am, Stargate, Nate Hills, James Poyser und Bryan Michaelk Cox verantwortlich. Allein daran kann man schon erkennen, dass Mariah Carey und ihr Executive Producer Antonio "LA" Reid absolut nichts dem Zufall überlassen haben, auch wenn dadurch mancher Song ein Spur zu kalkuliert klingt. Doch das sind nur marginale Einwände, die die außerordentliche Gesangsleistung von Mariah Carey auf E=MC2 in keiner Weise schmälern können. --Norbert Schiegl
Linda Ronstadt war Amerikas Liebling der Siebziger, weil sie ein hübsches Gesicht mit einer hübschen Stimme und einer sauberen Persönlichkeit verband. Ihre Songs mochten voll von großen Tönen und hochtrabenden Emotionen sein, aber sie befriedigten jede vorhersehbare Erwartung an eine Liebesballade oder einen Party-Rocksong. Aus genau denselben Gründen ist Mariah Carey Amerikas Liebling der Neunziger. Music Box stieg mit seinen Nummer-Eins-Singles wie "Dreamlover" und "Hero" an die Spitze der Billboard Album Charts. Die Titel, einer ein hohler Minni-Riperton-Abklatsch und der andere eine steife Barbra-Streisand-Imitation, deuten an, wie sehr Carey sich auf ungebändigte Fantasie verläßt (sie ist die Fantasierende in den Texten und gleichzeitig das Objekt der Fantasie in den Videos). Diese Songs, die wie der Großteil des Albums von Walter Anasieff gemeinsam mit Carey selbst geschrieben und produziert wurden, sind konstruiert, um den schwindelerregenden Sopran der Sängerin vorzuführen, und nicht, um eine neue Herangehensweise an ein abgedroschenes Thema zu liefern. Selbst wenn man ihr, wie in ihren derzeitgen Singles, eine kraftvolle Ballade zu singen gibt -- Babyfaces "Never Forget You" oder Badfinger/Nilssons "Without You" -- übertreibt sie die Selbstmitleid-Parts so sehr, daß der Song seine dramatische Spannung verliert. --Geoffrey Himes
Carey wurde wegen ihrer viele Oktaven umfassenden Stimme gepriesen -- eine Gabe, die manchmal von ihren Popaufnahmen ablenkt. Auf diesem Album, welches ideal zum Entspannen geeignet ist, fügt sich ihre Stimme jedoch wunderbar ein. Ihre Fans werden die getragenen Songs, wie "Christmas (Baby, Please Come Home)" oder das passend gedämpfte "All I Want for Christmas Is you" sicherlich lieben. Doch richtig aufhorchen läßt sie uns bei der schlichten Darbietung einiger traditioneller Weihnachtslieder. An erster Stelle wären "Jesus, Oh What a Wonderful Child" and "Silent Night" zu nennen. Letzeres gibt sie sehr ruhevoll wieder, ohne der Versuchung zu erliegen, die hohen Töne des Stücks besonders hervorzuheben. Das Album ist ein Muß für überzeugte Fans und eine angenehme Überraschung für kritische Zeitgenossen. --David Sprague