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Entdeckt wurde Billy Myers von einem Produzenten in einem Londoner Club, als er sie tanzen sah und ihr daraufhin sagte, sie möge ihn doch anrufen, falls sie genauso gut singe wie sie die Hüften schwingt. Was wie eine plumpe Anmache aussah, war in Wirklichkeit eine ernst zu nehmende berufliche Offerte, und so kommt es auch, daß Myers nach gerade mal drei Jahren bereits ihr erstes Album (eines größeren Labels) herausgebracht hat. Das unter der Leitung von Desmond Child (nicht zu verwechseln mit dem einstigen Casanova des Londoner Tanzclubs -- vielleicht haben Sie sich ja schon die Frage gestellt) produzierte Album kommt in gemäßigten Tönen daher und ist in puncto Ästhetik ein typisches Rockalbum der achtziger Jahre. Bezeichnend hieran sind die feurigen Gitarrenakkorde, die Drum-Rhythmen aus dem Synthesizer und die orchestralen, spritzigen Chöre, während Myers absichtlich wie eine Art Mischung aus Alanis Morissette und Joan Armatrading klingt. Während sie in "A Few Words Too Many" an die vielen Balladen eines John Waite erinnert, wirkt sie in "Tell Me" dank der Begleitstimmen Flöte und Sitar geradezu "exotisch". Nach Sgt. Pepper klingt das Ganze dann aber doch nicht: der Funksong "The Shark and the Mermaid" wirkt zwar beinahe ebenso aufdringlich, ein derartiger Song ist aber zu wenig und kommt zu spät in einem Album, das absichtlich neue Maßstäbe von Sanftheit setzt. --Aidin Vaziri